Die Spielzeit im Überblick
Theater Kiel
Für die Spielzeit 2011/2012 hat die Theaterleitung einen interessanten Spielplan zusammengestellt. Über die Volksbühne können Sie alle Vorstellungen buchen; entweder über die Abos oder den Ticket-Shop. In der Struktur hat es gegenüber der vorherigen Spielzeit keine wesentlichen Änderungen gegeben. Auch die Preise bei der Volksbühne sind – im Gegensatz zum Theater Kiel – stabil geblieben. Das ist ein weiterer geldwerter Vorteil für die Mitglieder der Volksbühne und ein Anreiz, Mitglied der Volksbühne zu werden. Sie können also gelassen die aktuelle Spielzeit genießen.
OPER
Die Lombarden
Giuseppe Verdi
- in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln -
Ein früher Verdi, der in Deutschland bisher nur kurz nach seiner Uraufführung szenisch aufgeführt wurde, eröffnet die Spielzeit. „Die Lombarden auf dem ersten Kreuzzug“ lautet der komplette Titel. Zwei Brüder lieben dieselbe Frau. Der private Konflikt, der zu versuchtem Brudermord und versehentlichem Vatermord führt, ist eingebettet in die Geschichte lombardischer Kreuzfahrer. 1842 erlebte Verdi mit „Nabucco“ seinen ersten großen Erfolg, Die Lombarden wurden das Nachfolgewerk.
Ab 24. September 2011
Hello, Dolly!
Musical von Jerry Herman
Die früh verwitwete Dolly Levi hat ein Händchen für Arrangements unterschiedlichster Dinge – von Mobiliar über Blumen bis hin zu Hochzeiten. Gegenwärtig arbeitet sie an einer ganz besonderen Eheanbahnung – der eigenen. Doch einen Haken hat die Sache: das Objekt ihrer Begierde ziert sich. Das Musical steht seit seiner Broadway-Uraufführung 1964 unverwüstlich auf den Bühnen dieser Welt. Eine Paraderolle für große Musical-Diven, deren berühmteste sicher Barbra Streisand ist.
Ab 5. November 2011
Der Barbier von Sevilla
Gioachino Rossini
- in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln -
Der schlaue Figaro schafft einfach alles, selbst die süße Rosina aus den Klauen ihres fiesen Vormunds Doktor Bartolo zu befreien. Der junge Graf Almaviva engagiert ihn just zu diesem Zweck, denn er ist hoffnungslos in Rosina verliebt. Wie Figaro und Almaviva diese „Entführung“ anstellen, das gehört seit 200 Jahren zum Besten, was die komische Opernbühne zu bieten hat.
Ab 10. Dezember 2011
Lohengrin
Richard Wagner
Elsa von Brabant wird fälschlich des Mordes an ihrem unmündigen Bruder Gottfried, dem Thronerben, beschuldigt. Ihr Ankläger ist Friedrich von Telramund. Dessen Frau Ortrud will die Freveltat gesehen haben, aber das war gelogen. Sie selbst hat Gottfried zwar nicht umgebracht, aber immerhin in einen Schwan verzaubert. Warum? Um ihn – und durch ihre Anschuldigung auch Elsa – aus dem Weg zu räumen. Ein unbekannter Ritter siegt im Gotteskampf für Elsa und dann nimmt das Unheil seinen Lauf. 1850 wurde Wagners letzte „romantische“ Oper in Weimar unter der Leitung von Franz Liszt uraufgeführt.
Ab 28. Januar 2012
Radamisto
Georg Friedrich Händel
- in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln –
Radamisto liebt die schöne Zenobia, auch sie liebt ihn heiß und innig. Doch es kann der Edelmütigste nicht in Frieden l(i)eben, wenn es dem bösen Schwager nicht gefällt. Zustände wie im alten Rom – oder zumindest Armenien – schildert Händels zwölfte Oper „Radamisto“, die sehr frei auf eine Episode aus den „Annalen“ des Tacitus zurückgeht. Eine Oper also, die zu einem der größten Triumphe in Händels Leben wurde!
Ab 10. März 2012
Das Mädchen, die Liebe und das Salz
Bernd Wilden
- Uraufführung im Theater im Werftpark -
Wieso ist der Koch verliebt, wenn sein Essen versalzen ist? Und warum tut eine gesalzene Ohrfeige so weh? Salz ist ein vielfältiger Stoff - wohl dosiert ist es absolut lebensnotwendig, schlecht dosiert wird er gefährlich. Das Auftragswerk des Theaters Kiel lehnt sich an das tschechische Märchen „Salz ist wertvoller als Gold“ von Božena Němcová an. Darin fragt ein König seine drei Töchter, wie sehr sie ihn lieben. Für das Kieler Theater komponierte Bernd Wilden bereits die Oper „Die Schneekönigin“. Das Libretto stammt von Cornelia Walter.
Ab April 2012
Manon
Jules Massenet
- in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln -
Keiner widersteht ihrem Charme, ihrer Schönheit, ihrer unbändigen Lebenslust: Manon Lescaut ist für alle Männer eine Verlockung. Auch der junge Des Grieux erliegt ihren Reizen. Mit ihm brennt Manon durch und versucht in Paris ein Leben jenseits gesellschaftlicher Konventionen zu leben. Jules Massenets Opéra comique nach dem berühmten Roman des Abbé Prevost – das ist die faszinierende Darstellung einer der schillerndsten Frauengestalten der französischen Literatur.
Ab 5. Mai 2012
WIEDERAUFNAHMEN
La Bohème
Giacomo Puccini
- in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln -
„Szenen aus dem Pariser Künstlerleben“ stellt Giacomo Puccini in seiner ersten großen Erfolgsoper dar. Nüchtern, schonungslos, und doch – mit welch emotionsgeladener Musik! Vier junge Künstler teilen ein Atelier. Eines Tages zieht ein junges Mädchen in die Nachbarwohnung – Mimì. Als Rodolfo und sie sich treffen ist es Liebe auf den ersten Blick. Einen kurzen Winter lang leben sie den Traum einer glücklichen Beziehung – doch Mimì ist krank und Rodolfo flieht vor den Konsequenzen.
Wird in dieser Spielzeit nicht mehr gespielt.
Die Zauberflöte
Wolfgang Amadeus Mozart
Prinz Tamino verliebt sich in Paminas Bildnis – und damit beginnt wieder die faszinierende Reise ins Ich und ins Erwachsenwerden, die im Zentrum von Mozarts meist geliebter Oper steht. Aus der Nachtwelt der „sternflammenden Königin“ führt dieser Weg in die aufgeklärte Sphäre der „Eingeweihten“. Doch eine Synthese beider Welten, von Tag und Nacht, Glauben und Aberglauben, Mann und Weib scheint unmöglich zu sein.
Ab 1. September 2011
Sekretärinnen
Franz Wittenbrink
Kiels Sekretärinnen tippen sich in die dritte Spielzeit! “Eine kleine Sehnsucht braucht jeder zum glücklich sein“, besonders, wenn man mit solchen Kolleginnen täglich in ein Großraumbüro gesperrt ist: Eine graue Maus mit Entscheidungsfindungsschwierigkeiten, ein rothaariger Vamp mit Pünktlichkeitsschwäche, die Büroseniorin mit Literaturfimmel, die temperamentvolle Griechin im Dauer-Clinch mit ihrer schwangeren türkischen Tischnachbarin, eine technisch überforderte Büroblondine, das gelangweilte Büro-Girlie mit Antipathien gegen die überkorrekte Bürozicke und die Bürovorsteherin mit akuten Spießigkeitsanfällen – dazu noch ein unglücklich verliebter Bürobote mit unterschwelligen Rockstartendenzen – fertig ist der lachmuskelstrapazierende Erfolgsliederabend mit Ohrwurmgarantie!
Ab 10. September 2011
Hoffmanns Erzählungen
Jacques Offenbach
- in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln -
In drei Erzählungen rechnet der alte Hoffmann mit der Welt und besonders der Frauenwelt ab: In Olympia, der künstlichen Frau, sieht er seine erste Liebe zerplatzen; mit Antonia, der jungen Sängerin, begreift er die angebliche Unvereinbarkeit von Kunst und Leben; und in Giuliettas Welt gibt er die letzten Reste seiner Lebens- und Liebesillusionen dem Rausch preis.
Ab 15. Oktober 2011
Erstmals: Freilichtaufführungen auf dem Rathausmarkt
Tosca
Giacomo Puccini
- in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln -
Puccinis „Tosca“ als Freilichtaufführung auf dem Rathausplatz: Zum ersten Mal bietet das Kieler Theater eine Sommerbespielung unter freiem Himmel an! Die Vorstellungen versprechen zum Ereignis des Sommers zu werden. „Mit „La Bohème“ wollten wir Tränen ernten, mit „Tosca“ wollen wir das Gerechtigkeitsgefühl der Menschen aufrütteln und ihre Nerven ein wenig strapazieren. Bis jetzt waren wir sanft, jetzt wollen wir grausam sein“ vermerkte Giacomo Puccini. Gesagt, getan! Seit der Uraufführung der „Tosca“ im Jahre 1900 lässt sich das Opernpublikum auf diese Weise gern die Nerven strapazieren!
Mehrere Aufführungen im August 2012
BALLETT
Der Nussknacker
Peter Iljitsch Tschaikowski
Man darf gespannt sein auf Yaroslav Ivanenkos Einstand in Kiel mit seiner Version des populären Ballettklassikers. Seit seiner Uraufführung im Jahr 1892 hat das Ballett nach E.T.A. Hoffmanns Nussknacker und Mausekönig Choreografen inspiriert. Auf zauberhafte Weise bringt Peter Tschaikowski die Märchenwelt des Nussknackers zum Klingen und macht das innere Erleben Maries hörbar: die Überlagerung der von Tschaikowski ironisch komponierten Erwachsenenwelt mit den (vermeintlich) kindlichen Träumen und Sehnsüchten.
Ab 8. Oktober 2011
Drei Schwestern
Für seine Tänzerinnen und Tänzer wird Yaroslav Ivanenko aus Anton Tschechows 1901 uraufgeführtem Drama ein neues Ballett kreieren, in dem es darum geht, ob der Traum vom Glück durch Festhalten an Erwartungen oder durch Loslassen von ihnen zu verwirklichen ist. Die zarten, fragilen Charaktere und ihre Beziehungen untereinander wird Yaroslav Ivanenko zu Kammermusik von Franz Schubert choreografieren.
Ab 31. März 2012
Ballett im Schauspielhaus
Der Ballett-Abend wird der erste einer Reihe sein, in der Yaroslav Ivanenko neben seiner eigenen choreografischen Handschrift dem Publikum auch weitere stilistische Facetten des Tanzes präsentieren wird. Das Ballett Kiel erarbeitet einen Abend gemeinsam mit Gästen.
Ab 26. April 2012
SCHAUSPIEL
König Lear
William Shakespeare
Britannien in mythischer Vorzeit. Der alte König Lear ist des Herrschens müde. Sein Reich will er unter seinen drei Töchtern aufteilen. Das größte Gebiet soll dabei diejenige erhalten, die den Vater am meisten liebt. Also macht der Monarch die Probe aufs Exempel und fragt ganz direkt nach der Zuneigung seiner Kinder. Goneril und Regan, die beiden Älteren, überbieten sich in Schmeicheleien. Nur die Jüngste, die aufrichtige Cordelia, macht den heuchlerischen Wettkampf nicht mit und wird daraufhin verstoßen. Shakespeares berühmte Tragödie zeigt unerbittlich den Zerfall familiärer und gesellschaftlicher Bande – ein faszinierend dunkles Märchen, das von Machtbesessenheit und Eitelkeit, Selbstverleugnung und Realitätsverlust erzählt.
Ab 1. Oktober 2011
Bernarda Albas HausFederico García Lorca
Ein Dorf in Spanien. Die seit kurzem verwitwete Bernarda Alba hat aus überhöht religiösen Motiven acht volle Jahre Trauer befohlen. Ihren fünf Töchtern hat sie strikt verboten, das Haus zu verlassen. Nur Angustias, die Älteste, hat eine Chance, der erzwungenen Isolation vorübergehend zu entkommen. Sie ist verlobt und darf zumindest durch ein vergittertes Fenster mit ihrem zukünftigen Bräutigam sprechen. Doch dieser will sich nur des Geldes wegen auf eine Ehe mit ihr einlassen; tatsächlich hat er ein Auge auf ihre jüngste Schwester Adela geworfen. Ein hochexplosives Kammerspiel allein unter Frauen. Das Stück wird in einer neuen Übersetzung gespielt, die Karina Gomez-Montero eigens für das Schauspiel Kiel erstellt hat.
Ab 9. Oktober 2011
Cabaret
Musical von Joe Masteroff / John Kander / Fred Ebb
Willkommen! Bienvenue! Welcome! Der berühmte Musical-Klassiker kommt auf die Bühne des Kieler Schauspielhauses:
Clifford Bradshaw, ein junger amerikanischer Schriftsteller, reist im Zug von Paris nach Berlin. Dort hofft er, endlich ein Thema für seinen neuen Roman zu finden. Im Zugabteil lernt er den jungen Ernst Ludwig kennen, der für die NSDAP mit Hilfe gutgläubiger Ausländer Devisen aus dem Ausland nach Deutschland schmuggelt. Von diesem bekommt Clifford die Empfehlung, sich bei der Zimmerwirtin Fräulein Schneider einzumieten, dazu den Tipp, sich im heißesten Laden Berlins, dem Kit-Kat-Club, zu amüsieren. Seinen ersten Abend, Silvester 1929, verbringt er tatsächlich bereits in dem berühmt-berüchtigten Etablissement, wo allabendlich ein zynisch-zwielichtiger Conférencier die Attraktion der Show ankündigt: Miss Sally Bowles. Diese außergewöhnliche Engländerin verliebt sich Hals über Kopf in Cliff und die Ereignisse nehmen ihren Lauf.
CABARET erzählt, begleitet von berühmten Songs, eine fesselnde Liebesgeschichte mitten im Berlin der wilden 20er Jahre, an deren Hintergrund bereits die drohenden Schatten des Nationalsozialismus aufziehen.
Ab 26. November 2011
Maria Stuart
Friedrich Schiller
England Ende des 16. Jahrhunderts. Königin Elisabeth hält ihre Cousine Maria Stuart, die Königin von Schottland, gefangen. Zu Recht, wie Elisabeth findet, denn die Rivalin hat ihren Gatten ermorden lassen und ist verdächtig, einen Umsturz zu planen. Zu Unrecht, wie Maria glaubt, die ihren Thronanspruch für legitim hält und die persönliche Verbündete hinter sich weiß: Der junge, zum Katholizismus konvertierte Mortimer ist bereit, alles für die Befreiung seiner Glaubensgenossin zu riskieren.
Ab 14. Januar 2012
Die kalte See
Olafur Haukur Símonarson
Silvesterabend im Haus des isländischen Reeders Thordur Haraldsson. Der mächtige Firmenpatriarch will die Nachfolge seines Fischereibetriebs regeln und hat daher alle seine Kinder eingeladen. Die zeigen jedoch keinerlei Interesse am Erhalt des Familienbetriebs, sondern überlegen, wie sie das Erbe am einfachsten untereinander aufteilen können. Thordur, zwar alt und an den Rollstuhl gefesselt, aber dennoch befehlsgewohnt, begegnet dem Widerspruch seiner potentiellen Erben mit erbittertem Starrsinn. „Die kalte See“, ein messerscharfes Familiendrama unter isländischer Wintersonne, wurde 2002 in der Regie von Baltasar Kormárkur („101 Reykjavik“) zu dem bis heute erfolgreichsten isländischen Film aller Zeiten.
Ab 25. Februar 2012
Felix Krull und seine Erben
lunatiks produktion nach Thomas Mann
-Uraufführung-
Einer der berühmtesten literarischen Vertreter der Gattung Hochstapler ist Felix Krull, komödiantischer Held des Romanfragments von Thomas Mann. Das Projekt nimmt den Romantext als Ausgangspunkt für eine Stückentwicklung, die auf der Basis von umfangreichen Recherchen und Interviews nach den Nachfolgern des fiktiven Helden in der Realität forscht. Dabei geht es zum einen um die professionellen Hochstapler, zum anderen um die Frage, wie und wann wir alle im Alltag „hochstapeln“: Verhalten wir uns immer aufrichtig? Greifen wir nicht ständig zu kleinen oder großen Unwahrheiten? Sind wir damit letztlich nicht alle ein Stück weit Erben Felix Krulls?
Ab 8. April 2012
Der Revisor
Nikolai Gogol
Eine kleine Stadt ist in Aufruhr: Es geht das Gerücht um, dass ein Revisor inkognito unterwegs sei, um die Kassenlage der Gemeinde zu prüfen. Sämtliche Honoratioren der Stadt, haben eine Heidenangst davor und dazu auch allen Grund: Schließlich hat jeder von ihnen Dreck am Stecken. Sie alle lassen sich schmieren, bestechen, veruntreuen öffentliche Gelder oder erfüllen ihre Aufgaben nicht ordnungsgemäß. Gleichzeitig im Gasthaus des Ortes: Hier ist der junge Chlestakow abgestiegen. Ohne dass es Chlestakow selbst ahnt, halten die städtischen Beamten ihn für den gefürchteten Besuch und tun von nun an wirklich alles, um ihm das Leben so bequem wie möglich zu machen. „Den Spiegel soll nicht schelten, wer eine Fratze hat“, schreibt Gogol selbst als Motto über sein Stück.
Ab 20. Mai 2012
Änderungen vorbehaltenAb 15. Oktober 2011
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